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Gemütlicher Jahresausklang

Lothar Gierke, Sprecher der Basisorganisation, begrüßte die Anwesenden, zog ein kurzes Resümee des Jahres und gab einen Ausblick auf 2017.
Karin Müller beschäftigte sich in Ihrem Beitrag mit dem Namen "Müller".
Prof. Jürgen Elsner trug Schillers "Handschuh" vor.

Am 10. Dezember trafen sich die Panketaler Linken zu ihrer Weihnachts- und Jahresabschlussfeier am Genfer Platz. Trotzdem es keinen Mangel an politischem Gesprächsstoff gab, war die Zusammenkunft der Gruppe kurz vor dem Jahresende doch eher geprägt vom geselligen und unterhaltenden Miteinander. Eingeladen waren neben den Angehörigen und Sympathisanten auch die älteren Genossinnen und Genossen, die ansonsten aufgrund Ihres Alters nicht mehr aktiv am Parteileben teilnehmen können.
Lothar Gierke, der Vorsitzende der Basisorganisation, dankte eingangs allen, die sich aktiv in das soziale Leben des Ortes eingebracht haben, als Gemeindevertreter, in der Flüchtlingsbetreuung, im Verein Robert-Koch-Park oder als Behindertenbeauftragte, und gab mit dem Verweis auf die 2017 stattfindenden Wahlen zum Deutschen Bundestag  noch einen Ausblick auf das kommende Jahr.

Nachdem sich alle gestärkt hatten – Kuchen, belegte Brötchen, Bouletten, Salate und andere kulinarische Angebote wurden wie immer selbst gefertigt – wurde der Reigen an kulturellen Beiträgen eröffnet. Arno Zillmann begann mit einer kritischen Hinterfragung des neudeutschen Wortes „postfaktisch“, das am Tag zuvor zum Wort des Jahres gekürt worden war.
Karin Müller machte sich anschließend auf die Spur bemerkenswerter Familiennamen und schloss ab mit Erich Kästner, der in seinem Gedicht „Die deutsche Einheitspartei“ zur Gründung einer Partei aller Menschen, die Müller heißen, auffordert.
Lothar Gierke hatte Fontane gelesen und meinte, für das praktische politische Leben heute wären vor allem drei Äußerungen des Dichters besonders hilfreich: Fontanes Empfehlungen für die nächste Reise durch das märkische Land, seine Anmerkungen zu den wendischen Kopftuchmädchen und seine scharfsinnige wie humorige Analyse zum Wesen des Märkers.
Jürgen Elsner beschäftigte sich zum einen mit der Männeremanzipation und trug aus diesem Grunde Schillers „Handschuh“ vor. Zum anderen beeindruckte er die Anwesenden in Anlehnung an Heinrich Heine mit eigenen Versen zur Kennzeichnung der politischen Verfasstheit Deutschlands im Allgemeinen und des Barnim im Besonderen.
Herr Uhlig, der übrigens vor kurzem den Linken eine Spende für die „Offenen Worte“ übergab, signierte sein Buch „Meine Memoiren“. Der Erlös für den Vertrieb seiner Bücher wird gleichfalls für gemeinnützige Zwecke gespendet.

Es bleibt unterm Strich nur die Feststellung, es war ein gemütlicher und anregender Nachmittag, von denen es durchaus mehrere im Jahr geben könnte.
L. Gierke
(Fotos: W. Kraffczyk)

Aber auch der Austausch über aktuelle politische Fragen kam nicht zu kurz - hier zwischen den beiden Abgeordneten Christel Zillmann und Eva Schmidt.
Nicht zuletzt wurde auf das zu Ende gehende Jahr und das bevorstehende 2017 angestoßen.