Die LINKE vor Ort

Am 16. April wurden die Protestaktionen der Beschäftigten der LIEKEN-Großbäckerei gegen die geplante Schließung des Werkes in Bernau mit einem Straßenfest fortgesetzt. Dass es dazu kam, war auch den Bernauer Genossen der LINKEN zu verdanken, die im Vorfeld mit dem Betriebsrat bzw. der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten über weitere Kampfmaßnahmen berieten und letztlich nicht nur das Straßenfest anmeldeten, sondern auch Ordner stellten und bei der Organisation tatkräftig halfen. So steuerten sie auch eine Hüpfburg bei, die für viel Spaß bei den Kleinen sorgte.

Die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Stadtfraktion der LINKEN Dagmar Enkelmann überbrachte solidarische Grüße an die Mitarbeiter des Bernauer LIEKEN-Werkes und forderte die Unternehmensführung auf, den Schließungsbeschluss zu überdenken. In ihrer kurzen Ansprache sprach sie sich dafür aus, dass bei drohenden Werksschließungen die Belegschaften die Möglichkeit erhalten sollten, die Betriebsstätten in Eigenverantwortung zu übernehmen.

Auch der Brandenburgische Wirtschaftsminister und Landtagsabgeordnete der LINKEN Ralf Christoffers ließ es sich nicht nehmen, seine Solidarität mit den von Arbeitslosigkeit bedrohten Lieken-Mitarbeitern persönlich vor Ort zum Ausdruck zu bringen. Er führte u. a. ein längeres Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden F. Przyborowski, um sich über die aktuelle Situation zu erkundigen und Möglichkeiten der Unterstützung seitens seines Ministeriums für den Standort auszuloten. Wie er mitteilte, steht das Wirtschaftsministerium mit Vertretern der Gewerkschaft NGG, des Unternehmens und der Stadt Bernau in Kontakt. Die Gespräche werden fortgeführt, um eine Lösung zu finden.

Zuvor hatte Ralf Christoffers das 2. Rathausfest in Panketal besucht, wobei er auch u. a. mit dem Panketaler Bürgermeister R. Fornell ins Gespräch kam. Bei einem bunten Programm für Groß und Klein, das für kurzweilige Unterhaltung sorgte, präsentierte sich nicht nur die Verwaltung der Gemeinde, sondern auch zahlreiche Vereine, Arbeits- und Interessengemeinschaften sowie die wichtigsten Parteien. So hatten auch die Genossen der Panketaler Basisorganisation einen Infostand eröffnet, um über ihre Arbeit in der Gemeindevertretung zu berichten sowie Unterschriften für den Bau eines Radweges entlang der L200 zwischen Schwanebeck und Bernau – ein seit langem verfolgtes Anliegen – und gegen die Schließung des Lieken-Werkes in Bernau zu sammeln. Zudem präsentierten sie eine neue Initiative: Das „Forum Zukunftsgestaltung“. Dabei geht es darum, Ideen und Vorschläge der Bürger zu sammeln, um der Entwicklung des Ortes neue Impulse zu verleihen. Dazu wurden Flyer gedruckt, die zum Mitmachen auffordern. Antworten auf die dabei gestellten Fragen können übrigens auch im Bürgerbüro von Ralf Christoffers abgegeben werden. Nähere Informationen sind der Homepage der Panketaler LINKEN zu entnehmen.

Das Fazit dieses bewegenden Tages: DIE LINKE lebt vor Ort, sucht und findet den Kontakt zu den Bürgern, ungeachtet der momentan auf Bundesebene ausgefochtenen Querelen um das Format der Partei.